
20/10/2026 – 20:00
Tuttlingen
Konzert
Ein Abend mit experimenteller Musik aus dem Noise/Ambient – Bereich.
Mit den Lokalmatadoren
DJ Unendlich (Christof Heppeler)
und Lukas Fraktal (Lukas Stepput) sowie
Grodock aus Leipzig
und Emerge aus Augsburg
DJ Unendlich kommt niemals allein.
Mit verschiedenen Objekten, Geräten und Klangerzeugern erschafft er einen Sound, der zwischen elektronischer Musik, Geräusch und Mythologie wandert. Textfragmente öffnen dabei eine weitere Ebene und ziehen die Zuhörer tiefer in die entstehenden Klangbilder hinein. Nichts ist vollständig geplant – nicht einmal der DJ selbst weiß, wohin sich der Klang bewegt oder wie weit er reicht.
Lukas Fraktal präsentiert ein No-Input-Performance-Set, in dem sich Klang aus dem eigenen Audiosystem heraus entwickelt. Über Rückkopplungen, Rauschen und minimale Eingriffe entsteht ein dunkler, meditativer Sound zwischen Ambient, Noise und Klanginstallation. Der Prozess bleibt dabei offen: Jeder Ton entsteht aus dem vorherigen und wird Teil eines sich ständig verändernden Klangraums.
Grodock (aka David Leutkart) bringt seit 2009 Soundkompositionen, unter anderem auf seinem Label für experimentelle Musik „Grubenwehr Freiburg“ heraus und tritt live auf. Die Sounds von Grodock rangieren von harmonischen Ambientflächen bis hin zu von Geräuschen dominierten Klangcollagen. Für die Erstellung der Sounds kommen selbstgebaute Instrumente, analoge Synthiziser und Sampler zum Einsatz. Grodock arbeitete unter anderem mit der Klezmer-Band „Haiducken“ zusammen, deren Sounds er für elektroakustische Neuinterpretationen als Basis für einen gemeinsamen Auftritt verwendete. Konzerte fanden neben vielen Spielorten in Deutschland in Kopenhagen (Mayhem), Island (Nordanpaunk-Festival) oder Neuseeland (End of the Line Festival) statt. Dieses Jahr erscheint ein Album in Zusammenarbeit mit dem Noise-Urgestein Carsten Vollmer aus Essen auf dessen Label, für die Grodock ausschließlich mit manipulierten Klaviertönen arbeitete. Mit einer Grodock-Performance belegte Leutkart beim Richtfest 2018 in Radolfzell den ersten Platz und gewann einen Förderpreis für Nachwuchskünstler:innen.
Grodock auf:
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Sascha Stadlmeier veröffentlicht mit seinem Projekt EMERGE seit 2003 elektroakustische Musik, auf internationalen Labels wie Drone Records, Tâalem, aufabwegen und Frozen Light. Neben seiner kompositorischen Arbeit an der Schnittstelle von Musique concrête, Drone und Noise ist er seit 2026 verstärkt im Bereich der freien Improvisation aktiv. Neben Live Electronics kommen dabei Gitarre, Bass und mikrofonierte Objekte zum Einsatz. Einen Schwerpunkt seiner Arbeit bilden Kooperationen mit anderen Musiker*innen unterschiedlichster Stilrichtungen, darunter u.a. If, Bwana, Doc Wör Mirran, Toy Bizarre und Ralf Wehowsky. Seine intensive Konzerttägigkeit im In- und Ausland führte ihn u.a. nach Frankreich, Belgien, Italien, die Schweiz, Österreich, Skandinavien, Russland, das Baltikum, Georgien und Armenien. Er präsentierte seine Musik auf zahlreichen internationalen Festivals wie Avantgarde Festivall, lab30, 20 Jahre MGNM, Zasavje Noisefest, Ecological Sound of Varna Fest und Autistic Campaign Fest. Neben seiner Tätigkeit als Komponist und Perfomer realisierte Stadlmeier diverse Klanginstallationen und eine Radiokomposition für das Studio Akustische Kunst des WDR.
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